Warentest kürt beste Senioren-Handys

Warentest kürt beste Senioren-Handys

Ältere Menschen brauchen keine Smartphones mit sechs Kameras und anderem Schnickschnack. Einfache Bedienung und Handhabung sowie unterstützende Funktionen bei Seh- oder Hörschwächen sind für sie viel wichtiger. Stiftung Warentest hat 15 Senioren-Handys getestet, gut sind die wenigsten.

Aktuelle Smartphones haben immer mehr Kameras und Funktionen, Glas auf Vorder- und Rückseite sowie Chips, die leistungsfähiger als manche Notebook-Prozessoren sind. Wie unwichtig solche Eigenschaften sind, merkt man, wenn Seh- oder Hörkraft nachlassen oder die Hände nicht mehr so sicher zugreifen wie früher. Senioren haben ganz andere Ansprüche an Handys. Sie suchen Geräte, die leicht zu handhaben, stabil und unkompliziert sind. Hilfreich ist auch, wenn sie Display, Darstellung und Bedienung an schwache Augen anpassen können. Und wenn das Gehör nachlässt, sind laute Töne wichtiger als interessante Klänge. Stiftung Warentest hat 15 Spezial-Geräte für Senioren und andere Menschen mit Handicaps getestet. Nur drei davon sind Smartphones, die anderen Kandidaten sind einfache Handys ohne Internet-Funktionen oder Hybrid-Geräte mit mechanischer Tastatur und vorinstallierten Apps.

Einfach gute Handys

Bei den einfachen Handys teilen sich die beiden einzigen guten Geräte der Kategorie den Testsieg mit der Gesamtnote 2,4. Das Doro 6040 kostet nur knapp 60 Euro. Es hat die Tester mit einem großen Tastenabstand, Direkttasten für Nachrichten und Kamera sowie einer LED-Anzeige für Ladestand und Benachrichtigungen überzeugt. Es bietet allerdings nur eine Unterstützung bei schwachen Ohren an. Das Tiptel Ergophone 6420 hat auch eine Funktion für Nutzer mit Sehschwäche. Das Gerät kostet rund 70 Euro und hat sich die gute Note mit einer besonders hohen Lautstärke, einer klar gegliederten Tastatur mit Extra-Tasten für wichtige Kontakte und Kamera sowie separate Benachrichtigungs-LEDs für Anrufe, Nachrichten und Akku-Ladung verdient.

Bei den Hybrid-Handys hat keines der drei getesteten Geräte gut abgeschnitten, zwei davon waren mit der Gesamtnote 2,6 aber nahe dran. Das Doro 7010 für etwa 90 Euro loben die Tester für seine Notruf-Funktion via Doro-App, kritisieren aber das kontrastarme Display und eine zu kleine Tastatur. Beim Emporia Touchsmart ist der Bildschirm zu klein, was auch seinen Vorteil, eine Touch-Oberfläche zu haben, schmälert. Die Tasten sind aber größer und es gibt eine Direkt-Taste für die Kamera.

Alleiniger Testsieger ist Doro bei den Senioren-Smartphones, das rund 215 Euro teure Doro 8050 erhielt das Qualitätsurteil 2,4. Es hilft bei Seh-, Hör- und Motorik-Schwäche und bietet laut Stiftung Warentest ein gut modifiziertes Android-Betriebssystem. Pluspunkte gibt’s unter anderem für die Doro-App mit Notruf-Funktionen. Den Prüfern missfallen allerdings nervige Meldungen von Apps und Betriebssystem. Das Emporia Smart 4 hat eine bessere Gesamtnote als 2,5 verpasst, weil es nur bei einer Hörschwäche Unterstützung anbietet. Die Tester loben allerdings eine Lupen-Funktion und große Symbole, was bei schlechten Augen ja auch hilfreich ist. Außerdem ist die Sprachqualität des Geräts überdurchschnittlich und der Hersteller liefert eine ausführliche Anleitung mit. Minuspunkte gab’s wie beim Testsieger für nervige Android- und App-Meldungen.

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